Von Gedanken, Gefühlen und Körpern

Gepostet von am 30 Mai. 2014

Von Gedanken, Gefühlen und Körpern

In der Schlange im Laden der Hofpfisterei. Der ganze Verkaufsraum ein einziges Duftmeer aus frischen Laugenzöpfen und Brezen, Walnussweckerln und Kartoffelsemmeln, deftigen Käsestangen und süßen Rosinenbrötchen. Aromatherapie in der Bäckerei.

Ich lächle. Alles ist gut. Ist alles gut? Nur noch ein paar Minuten bis Geschäftsschluss, die Brezen sind dabei auszugehen, und derzeit bin ich die Nummer 8 in der Schlange. Wird noch genug übrigbleiben für mich? Meine Frau hat zu Hause schon die Butter aus dem Kühlschrank genommen. Und was wird aus unserem Sonntagsfrühstück ohne frische Backwaren? Ich bücke mich ein bisschen, um durch Ellbogen und Einkaufstaschen hindurch einen Blick auf den Brezenkorb zu erhaschen. Gerade verschwinden wieder zwei in einer Tüte, es wird eng werden.

Nicht, dass ich jetzt unruhig würde. Ich habe mich im Griff. Nur das Lächeln verschwindet. Und ein kleines bisschen fängt es doch an, in mir zu grumbeln. Bin ich ein schlechter Mensch, weil mir jetzt bei jedem Teil, das mir vor der Nase weggekauft wird, ein Stück gute Laune abhanden kommt? Wohin, zum Teufel, verflüchtigt sich meine Gelassenheit? Wo bleiben meine spirituellen Ansprüche?

Den vollständigen Text lesen Sie im Online-Magazin «Selbstheilung by Mensch vital».

1 Kommentar

  1. Danke für diesesn Artikel, er hat mich zum Lachen gebracht! Und ich gebe zu: ich fühle mich ertappt! Im stillen Kämmerlein ist es eben doch einfacher, gelassen zu sein als an der Kasse.

Gern lese ich Ihre Gedanken zum Beitrag.

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